Tja da bin ich wieder. Hab ja hier lange nicht geschrieben weil ich ein paar Dinge sortieren musste, unter anderem meine Reallife-Kontaktliste und da habe ich mich der Frage gestellt wen man alles sinnigerweise so auf Igno packt. Nachdem dabei dann fast jeder rauskam weil ich bei Sichtung der Situation nur noch “alle irre, völlig irre, ja, so total soziopathisch bekloppt” stammeln konnte hatte ich mich dann ein wenig auf die wesentlichen Dinge des Lebens konzentriert. Arbeiten z.B.
Da arbeitet man tagein tagaus in einer nicht näher spezifizierten Firma an einem nicht näher spezifizierten Telefon und stellt fest, hey, da fehlt doch einer, der war eigentlich ganz cool, mal privat anquatschen. Zack, ungefähr ein Jahr später hat man nen neuen besten Freund (generell mal nen Freund. Nicht dass es da an Bewerbern mangeln würde aber ich nehm ja nicht alles und jeden auf. Hab ich mir jedenfalls sagen lassen ich soll das nicht machen, weil die alle irre sind.).
Schonmal richtig blamiert und dabei Spaß gehabt? Prima! Ich letztens nämlich. Was heißt letztens, es begab sich im Dezember dass wieder eine dieser kleinen muckeligen Weihnachtspartys stattfand und ich dachte mir hey, das kannst du aufwerten, sing doch einfach n Lied. Gesagt – getan, habe mich ins Cowboyoutfit geschmissen und erstmal Just like Jesse James geschmettert. Ich hab bestimmt den halben Text vergessen aber ich kann super in Kameras lächeln und dabei andere Leute erfreuen. Yay! \o/ Ich weiß schon was ich dieses Jahr singe. Muss nur organisiern dass bestimmte Personen dabei anwesend sind. Dann ist der Drops gelutscht und ich, so als Ente die ich ja bin, kann mich wieder für drei Wochen nagend in den Köpfen der Kollegen festsetzen.
Achja, die Sache mit der Ente. Schonmal von allen Kollegen auf der Arbeit Ente genannt worden? Ja, Ente. Naja nicht dass mich das stört, aber, lustig, wie sich das eingebürgert hat und das ganze hat ja nun wirklich nur Vorteile. Z.B. Fütterungszeiten und Leute die einem den Kopf tatschen. Glaube nur dass das manchen Leuten Angst machen könnte von sich selbst in der dritten Person Singular zu sprechen. Ach egal. ^^
Singular. Tolles Wort. Generell habe ich meine Vorliebe für Fremdwörter wiederentdeckt und zelebriere nun wieder meine Logophilie. Welch Freude, würde der Großkönig jetzt sagen. *fg*
Wenn wir es also schaffen, am Donnerstag wieder in Frankreich zu sein, habe ich mir überlegt, mich einfach frech meinen Kollegen anzuschließen die sich an dem Tag ein paar Getränke hinter die Binde gießen wollen. Mal sehen.
Unseren drei Katzen geht’s bestens, auch wenn man Tigger derzeit ständig kämmen muss weil er sonst völlig verfilzt. Also, noch öfter kämmen als sonst schon. Aber der irgendwann-mal-dicke Norweger lässt sich ja nicht so gern sondern steht vielmehr voll darauf, vor sich hin zu filzen. Und die Bürste zu fressen. Und Scheren, Kabel, Tüten, Schuhe… Generell kann man ja zumindest versuchen alles zu fressen. Muss ja nicht klappen, und wenn – umso besser. Befürchte, sein Magen sieht bereits aus wie ein Garagenflohmarkt.
Gary, unsere Prinzessin, liebt uns wieder. Schnurrt, schnuffelt, kuschelt, und hat sich damit abgefunden dass wir sie bestrafen wenn sie die Tapete von der Wand holt. Für den Spaß mit der Tapete nimmt man die Blumenspritze gern in Kauf. Und die Ente hat ja schließlich einen Pritstift und viele Tapetenflicken. Ist doch alles in Ordnung dann.
Azrael, die ja eine ausgeprägte Angst vor Menschen hat(te, und vor Schatten, Licht, Nahrung, Luft, Tigger, Gary, Ente, Marco, Fußboden und Katzenspielzeug) kommt auch brav kuscheln und fordert ihren Tribut in Form von Bauchkraulen ein, indem sie Headbutts verteilt. Hallo Azra! *pock* aua… ja hier… *kraul* brave Katze aber nicht wieder hauen bitte!
Marco meinte mal ich würde als Crazy Cat Lady enden. Irgendwann. Hab mal gegooglet ob das wohl n Ausbildungsberuf für Quereinsteiger wär für mich.
Während ich dann also hier um 6 Uhr früh meinen Beitrag tippe und quasi nicht mehr abwarten kann nach Deutschland zu fahren um dort Dinge zu tun, die man nur in Deutschland kann (Bratensoße, Grieß, Rotkohl und Knödel kaufen; Verstehen, was die Leute sagen und sich nach Frankreich zurückwünschen; Besuche abstatten; Geschenke einsacken…) .
Achja. Tigger frisst auch Radiergummies von Bleistiften.
Ich werde mich nun den Rest des Tages der Vorstellung hingeben, wie jemand versucht, gegen eine Automatiktür zu rennen und es dann auch schafft. Hat mich gestern bereits für volle 10 Minuten zu haltlosem Gelächter animiert.
Wer jetzt denkt, das was ich hier schreibe ist völlig konfus, zusammenhangslos und auch ein bisschen irre, der hat Recht. Aber nach langem hin und her bin ich nun so vollkommen rundum zufrieden. Da wird man doch mal faseln dürfen