Bur…wat?

„Burkini“ heißt diese grandiose Erfindung.
Was das ist?

Also das ganze ist eine Mischung aus der leidigen Burka  und einem Bikini. Sprich, ein Badeganzkörperanzug.

Puh.

Ja sowas gibt es und es gibt unter den strengreligiösen Ladys dafür auch einen Markt.

Jetzt sehe ich das weniger unter dem modischen Aspekt.
Okay ich respektiere reiligiöse Gefühle anderer Menschen. Ich glaube auch, dass sich Frauen sogar in Teppiche hüllen können, wenn es ihnen Spaß macht. Und genau da beginnt der Knackpunkt. Sobald so eine Verhüllungsaktion unfreiwillig und dogmatisch wird, bin ich nicht mehr dafür. Nein, stärker noch, ich bin dagegen, Menschen gegen ihren Willen in meterweise Stoff zu wickeln damit andere Menschen nicht in die Verlegenheit kommen, sich schmutzige Gedanken zu machen.

Ich verstehe dieses Verhüllungskonzept so:

Züchtig-keusche Damen haben ihr Haar und ihre Rundungen zu verhüllen, damit die Männlichkeit nicht in Wallung gerät.

Frauen, die der Meinung sind, dass das richtig ist, sollen das gerne tun und die seien auch dazu ermutigt, ihre Traditionen mit wehenden Fahnen hochzuhalten.
Allerdings gibt es auch Frauen, die diese Kleiderordnung als Unterdrückung empfinden. Frauen, die wegen ihrer offenen Haare als „Schlampe“ und „Freiwild“ abgestempelt werden, möglichst auch noch blond.

Seht ihr das Dilemma?

Eine fremde Kultur kommt in ein Land, das mit komplett anderen Werten aufgewachsen ist. Das was die Neuankömmlinge für sündige Freizügigkeit halten ist hier ein derangierter alter Schlabberbadeanzug aus den späten 90ern.
Jetzt wundert man sich groß, wie es da  zu Konflikten kommen kann. Natürlich ist Deutschland das gelobte Land in dem man Arbeit (?) und Unterschlupf und Schutz vor Krieg und Pest und Armut findet, aber wir sind für die lieben Fundis auch ein Sündenpfuhl, eine lästerlich-stinkende Lustgrotte der ewigen Verdammnis. Und da geht man hin, um glücklich zu werden? Neee da geht man hin, um zumindest das Beste draus zu machen. Man kassiert das Geld ein, arbeitet, wohnt irgendwie in seiner kleinen heilen Blase und hofft, nicht verdeutschifiziert zu werden.

Macht mit euren Traditionen was ihr wollt.
Macht aus euren eigenen Leben was ihr wollt.
Aber geht niemandem auf den Sack mit unwillkommenen Dogmen, die niemand will und niemand braucht.
Das eigene Leben kann man sich schließlich versauen wie man will, man kann damit sogar glücklich werden. Aber nehmt in euren Sündenkatalog bitte auch noch auf dass man mit niemands Leben Schindluder treiben darf.

Peace.

Be and let be.

2 Kommentare »

  1. Jacques Sagte:

    Einige Länder haben die Burkinis mittlerweile verboten oder wollen das noch machen (Niederlande, Schweiz). Begründen tut man das mit dem Argument, Burkinis würden die Unterdrückung der Frau im Islam fördern. Andererseits können streng gläubige Musliminnen ohne Burkinis nicht schwimmen gehen.

    Was ist nun richtig?

  2. Cees Sagte:

    Letztlich endet die Sache beim Gesichtsschleier, dem so genannten niqab. Orientalische Christen, Juden, Jesiden, Bahai und Zoroastrier speziell deren Frauen werden durch das (extreme) Kopftuch als ‘Unreine’ diskriminiert. Es herrscht Dressur, Deutschlands türkischen Kindern wird von Gruppen wie Milli Görüs usw. die Angst eingetrichtert, nicht in den Himmel zu kommen: ‘Jedes Harr, was man sieht, verwandelt sich in der Hölle in eine Schlange’. Islamverbände zielen auf Segregierung ethno-religiöser Kollektive analog zur südafrikanischen Apartheid. Hartmut Krauss spricht ganz richtig von einem ‘Kulturrassismus’.

    Blinde Toleranz kann die Freiheit der universellen Menschenrechte beseitigen helfen. Dann ist Gott oberster Souverän, nicht die Bevölkerung. 1979 hießt das, Iran, ‘islamische Revolution’, in Europa kann man von Islamisierung, schleichender Scharia oder von der hisbah sprechen. Kein Politiker traut sich, die Worte Scharia oder hisbah auszusprechen. Ein Blick in Wikipedia lohnt sich.

    Gruß
    Cees

    http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/03/22/060/


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