Witzig, dachte ich.
Da durchstöbere ich eines meiner alten Foren nach ein paar brauchbaren Essay-Themen für Eternal-Force.NET und finde einen Thread über die ungewöhnlichen Parallelen zwischen Nahtodeserfahrungen und Alienentführungen.
Haaaaalt, nicht gleich weglaufen *g* Ich wollte euch jetzt nicht mit akuter vonDänikitis quälen
Also es geht darum dass sowohl bei Nahtodeserfahrungen als auch bei Alienentführungen (sog. Bedroom Visitors)sich das “Opfer” schließlich in gleißendem Licht wiederfindet und über graue mandeläugige Wesen zu berichten weiß, es wird paralysiert (bewegungsunfähig) .
Wie passt dieser Ufo-Kram in mein Heiden-Konzept?
Früher oder später musste ich mich das fragen, schon allein weil ich mich in jungen Jahren, so zwischen 9 und 16, vermehrt für diese ganzen Psi-Phänomene interessiert habe. Es waren für mich also bislang verschiedene Welten, die der Ufos und Verschwörungen, die der heidnischen Götter und dazwischen die der Geister, der Wunder und des Spuks.
Das ganze ist also ein relativ konfuses, aber doch strikt voneinander getrenntes Haufenkonzept. Mit den Jahren hat sich das Ufo-Zeug bei mir auch ent-dramatisiert. Ich bin -mittlerweile- der Meinung, dass es durchaus sein kann, dass die diversen Lichterscheinungen am nächtlichen Himmel zwar unbekannte Flugobjekte (UFO im eigentlichen Sinn) sind, aber nicht immer zwingend extraterrestrischen (außerirdischen) Ursprungs. Sumpfgase, geheime Flugzeugexperimente, Lichtreflexe oder vielleicht sogar Spinnerei könnten das genauso gut sein
Da man das nicht so genau sagen kann sind das ja UFOs und keine BFOs (also logischerweise bekannte Flugobjekte).
Sollten sich also aztekische, ägyptische oder keltische Religionen wirklich an außerirdische Besucher angelehnt haben?
Selbst wenn.
Was macht es für einen Unterschied, zu wissen dass Dagda, Ra oder Quetzalcoatl Raumschiffcaptains waren? Sie beeinflussen uns immernoch durch ihre irdischen Aspekte, die wir ihnen zuschreiben. Wir beten zu den Göttern des Feuers oder zu denen der Fruchtbarkeit und nicht zu den Göttern des Holodecks oder des Kommandosessels (Ich sag mal Willkommen in Galaxy Quest *g*). Unsere Götter bleiben Sinnbilder für die Kräfte der Natur. Ob sie nun dadurch entstanden sind dass man in der Geburtsstunde des Menschen nun wirklich die persönlichen Götter, Aliens oder nur Trugbilder in vorbeihuschenden Schatten gesehen hat, ist für ihre Wirkung auf uns letztlich völlig egal solange sie uns beflügeln und wir an sie glauben.
Das ist doch die Essenz unserer heidnischen Religionen. Wir glauben an unsere Götter entgegen aller wissenschaftlichen oder auch christlichen Logik, wir schöpfen unsere Kraft daraus und wir arbeiten und leben mit und durch sie.
Ob wir die Götter nun als Greys (klassisch graue Aliens mit großen Köpfen und überdimensionierten Augen) sehen, sie sich uns als solche zeigen oder ob wir sie als was ganz anderes wahrnehmen, so wie ich, spielt keine Rolle solange das Konzept funktioniert. Und das tut es. Bei mir jedenfalls. Für andere möchte ich nicht sprechen.
Als was ich meine Götter sehe?
Die große Erdmutter ist ne ganz schön hübsche, irgendwo mitte dreißig und sie kommt manchmal mit ihren Gewändern an Mariendarstellungen heran, allerdings hat sie meist eine offene dunkelbraune Lockenmähne.
Ihr gehörnter Gatte (nein, er ist weder betrogen noch irgendeine Satansfigur, zum tausendsten Mal… Es gibt bei mir nichtmal irgendein Satanskonzept) ist ziemlich muskulös, hat goldblondes Haar und ist relativ archaisch gekleidet.
Solche Bilder haben zu dürfen ist mir persönlich ein wichtiger Unterschied zu so Religionen wie dem Christentum, man darf sich Bilder machen.
Interessant wird nur noch, rauszufinden, woher diese Bilder dieser Greys kommen. Ist ja zugegebenermaßen schon komisch, dass dieses Bild bei so vielen Menschen unabhängigerweise gleich ist.
Nord Sagte:
on September 25, 2008 at 5:10
Das simmt – was spricht dagegen, daß es andere Wesen gibt als die uns bisher bekannten?
Allein jedes Jahr entdecken wir tausende neue Arten in Wäldern und Meeren – wieviel werden wir noch erfahren?
Es werden andere Zeiten kommen, andere Sitten und Menschen.