Archiv fürMärz 20, 2008
Charlotte Roche’s „Feuchtgebiete“
Zugegeben, manch einer würde sich sicher über eine Spezifikation der Feuchtgebiete von Charlotte Roche freuen.
Weiter zugegeben gehöre ich jetzt nicht zu diesem erlesenen Kreis bestehend aus 5 Personen die allesamt lieber Buchstaben ausmalen anstatt zu lesen.
Jetzt habe ich 2-3 Auszüge aus diesem Werk zu Ohren bekommen und mir drängt sich da die ein oder andere Frage auf.
War es eigentlich in letzter Zeit ruhig um die Schreiberin dieses Buches?
Wie alt war die nochmal?
Wirklich SO alt?
In diesem Buch geht es grob umrissen um die 18jährige Protagonistin Helen, die, im Krankenhaus liegend und nach ihrem Pfleger schielend, ihre geschiedenen Eltern wieder vereinen möchte.
Mehr Details zur Story gibt es nicht. Weil: Die stehen ja auch nicht im Buch.
So dünn die Geschichte auch ist, so blumig wird der Intimbereich der Frau ge- und beschildert. Es findet sich eine kreative Vielzahl von Vaginalumschreibungen, Formulierungen und Benennungen von alltäglichen Körperfunktionen bis hin zu kleinen Möchtegernperversitäten.
Wollen wir also hoffen, dass dieses Buch möglichst wenig autobiographisch ist. Ansonsten kann ich der guten Frau nur empfehlen, mal einen Fernuni-Kurs im Kreativschreiben zu machen. Allerdings wird sie sich das kaum hinter die Ohren schreiben können, da hat sie ja bereits ihr Smegma verstaut. Ich fühl mich an die Zeiten erinnert in denen die lieben Kleinen im Klassenzimmer im Kreis gelaufen sind und „Peeenis!!!“ und „Vaaagina!!!“ gesungen haben.
*kopfschüttelnd*
Zicke Zacke – Krach!
Wer kennt das nicht? Hand hoch, wer noch nie Opfer eines Beziehungsstreits wurde.
Dabei ist nicht der heimische Krach mit dem Gatten oder der Gattin gemeint sondern das Laientheater das Pärchen allzugerne vor einem aufführen (noch viel gerner wenn man selbst grade solo ist).
Da geht es ja wirklich meistens um Käse. Warum hast du X nicht mitgebracht? Warum läuft der Fernseher? Warum ist die Wäsche noch nicht gemacht? Wer hat die Heizung angelassen? Bla bla bla. Und weil man(n) das ja nicht auf sich sitzen lassen kann, Schuld zu sein quittiert man(n) das ganze mit einem flappsigen Spruch. Todesurteil. Keif keif keif!!! In diesem Stadium eines Gesprächs ist jeder flappsige Spruch eine Kriegserklärung. Ganz davon ab, dass die Situation für das Pärchen in dem Moment ohne Coolnesseinbußen eh nicht mehr zu handeln ist werden zu gerne unfaire Mittel benutzt. Zum Beispiel das auffordernde Ansehen der Mitanwesenden, die dem einen oder anderen Recht geben könnten.
Ich hab mir für das nächste mal vorgenommen, einfach irgendwas dazu beizusteuern. Was absurdes.
Irgendeinen Spaß muss mir das schließlich auch machen.
Sammeln und gesammelt werden
Eine Blume ging über eine Wiese und sah einen wunderschönen Menschen – und riss ihm den Kopf ab.