Nicht, dass ich jetzt zur allgemeinen Unbildung aufrufen möchte, indem ich dem Bildungsbürger seinen Stern ausrede, nein, Amica hat das erkannt, was mir schon seit geraumer Zeit auf den Keks geht.
Unendlich riesige Dekolletées.
Es gibt sie wirklich, die Ausschnitte, aus denen alles herauszufallen droht. Gefährlich wankt es, schwappt und man meint, die Glocken läuten zu hören wann immer sie ihr Schritttempo erhöhen. Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, ich hätte es für eine Mär aus dem Jerry Springer – Universum gehalten.
Was man diesen Frauen mal sagen sollte, ist, dass Männer das in der Form garnicht sehen wollen. “Kannst du nicht mal zu Xy gehen und ihr sagen, dass sie nicht immer so enge/ausgeschnittene/betonte Oberteile anziehen soll? Mir ist das peinlich wenn ich da hinkucke…” war sicher nicht die Reaktion, die frau mit ihren Rundungen provozieren wollte. Jetzt bin ich ja vor der Hütte nicht so massv beholzt, dass ich mich diesem Problem je hätte stellen müssen, aber ich mach das Gedankenspiel mal mit.
Aus Sicht der Frau gibt es eine Reihe guter Gründe, seine Auslage offen vor sich her zu tragen. Die Männer gucken hin, weniger begüterte Frauen sind womöglich neidisch, man kann mit den hinguckenden Männern das ein oder andere Spielchen spielen (”Sieh dir an was du nieeeee kriegen wirst!!!”), alles im Sinne des eigenen Selbstbewusstseins, was einen Push(up) erfahren dürfte.
Aus Sicht eines Mannes…
Also da haben wir natürlich einerseits die sabbernden Deppen die sich direkt drankletten und sofort vom Geläut betäubt nur noch an das mammale Wohlgefühl von Früher denken…
Und wir haben die, die sich von der geballten Weiblichkeit ein bisschen überfordert fühlen. Brüste. Schön. Darf ich meinen Fokus jetz woanders hin verle….nein? ok… *resignier*
Männer kucken da nunmal hin. Und es ist ihnen unter Umständen garnicht mal so angenehm, wie man vielleicht meint. Manche schämen sich richtig dafür und werden so hilflos, dass sie andere Frauen bitten, “das”"wegzumachen”.
Und das dürfte das letzte sein, was frau eigentlich mit ihrem Outfit bewirken wollte.
Eigentlich ist das… offen gestanden… ziemlich ziemlich peinlich.
Schon allein deshalb weil man aus dieser Halluzination, der Mann an sich wolle das eigene Milchgeschäft auf Teufelkommraus sehen, aufgeweckt wird. Will er nämlich nicht.
In seiner eigenen Weiblichkeit so zurückgewiesen zu werden, ist ultra bitter.
Aber!
Die Brustpartie an sich ist ja jetzt nicht so abstoßend, dass man sie verstecken müsste, auch wenn sie vielleicht über dem Durchschnitt liegt in Sachen Größe.
Da kommt jetzt mein Plädoyer für die Amica ins Spiel. Die hat nämlich ausgesprochen, was ich im Puncto Verpackungskunst oberhalb des Bauchnabels denke.
“Nichts mögen Männer aber weniger, als zwangsweise in Peeping-Toms verwandelt zu werden. Zudem gilt der Anblick sekundärer Geschlechtsmerkmale als Privileg einer Partnerschaft und wird daher auch ungern geteilt.” schreibt’s.
Und bitte, nehmt’s euch zu Herzen.
Auf dass sowas hier der Vergangenheit angehören möge:
“Sagen Sie mal, haben Sie Haare auf der Brust?”
“Nein!!”
“Dann ist Ihr Kleid wohl zu tief ausgeschnitten…”