Immer wenn mein lieber Ehegatte diesen Satz sagt, rollen sich meine Fußnägel hoch und ziehen sich in die Zehen zurück. Ich hasse diesen Satz. Ich möchte auf ihm herumkauen bis er weg ist. (…auf dem Satz…)
Aber wie in allem, was mein Herzallerliebster sagt, steckt auch in dieser kleinen Phrase ein unerschöpflicher Schatz an Weisheit.
(Er kriegt das nur nicht immer mit ^^)
In einem anderen Artikel, dem, mit den frauenfeindlichen Christenzitaten nämlich, geht ja zur Zeit was ab. Ein mir völlig unbekannter Christ setzt riesige Textpassagen in die Kommentare und ich würde mich vermutlich ärgern, wenn ich mehr als die Hälfte von dem verstünde, was er da fabriziert. Das liegt jetzt nur zu einem gewissen Prozentsatz an einem geistigen Defizit meinerseits, Schuld sind auch die Unmengen an Halbsätzen und Halb-Gedanken. Nichts desto trotz…:
Ein lieber Bekannter von mir (Gruß an Chim) hat mir mal folgenden Satz gezeigt:
„Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht, wer den cooleren, imaginaeren Freund hat!“
Ich bin jetzt wie lange Heidin? 10 Jahre? Bestimmt. Und egal wo man sich in riesigen Lettern Toleranz auf die Fahnen schreibt, es gibt immer mindestens eine Gruppe, die man nicht toleriert. Und so ist das nunmal bei vielen Heiden und Christen (und bestimmt auch Moslems und Anhängern der Spagettimonsterkirche…) der Fall. Man fordert Toleranz am meisten dann ein, wenn man selbst kaum was davon übrig hat.
Ich finde viele christliche Konzepte durchaus sinnvoll. Andere sind für mich nur mehr unbrauchbar. Die Institution der Kirche bringt mich persönlich nicht weiter, auch wenn in ihrem Namen ner Menge Kinder geholfen wird und und und.
Menschen brauchen aber etwas, um sich aufzuregen. So’n bisschen Alltagsnervenkitzel als Ersatz dafür, weil wir ja nicht mehr vor wilden Tieren davonlaufen müssen. Deshalb regen wir uns künstlich über Mist auf. Wie z.B. wer die bessere Religion hat.
Ich stelle mir das ganze Ende übrigens so vor:
Wir alle sind dann irgendwann mal tot und das, was die einen Gott, die anderen Wanen und Asen und wieder andere eben Cernunnos oder Lugh nennen gibt sich zu erkennen und erklärt dann feierlich, dass es völlig wurst war, welche Religion man zu Lebzeiten gewählt hat weil man am Ende sowieso da landet, wo man grade ist. Bei der Allmacht, die in allem drin ist, was existiert.
Und das hat folgendes mit „Bleib ma locker!“ zu tun:
Diese Rechthaberei, wer den besseren, schöneren und größeren (Gott) hat, lenkt einen nur vom Wesentlichen ab, davon, etwas aus sich selbst und seinem Leben zu machen und ein möglichst glückliches Leben zu führen. Bleibt einfach mal locker.